Immo-Kredit während Inflation & angestiegenen Zinsen

In den vergangenen Jahren waren die Immobilienpreise hoch – dafür war die Finanzierung relativ günstig. Für Interessenten hat es sich also trotzdem ausgezahlt, eine Immobilie zu kaufen und mit einem Kredit von der Bank zu finanzieren. Mit der Anhebung des Leitzinses auf 0,5 % und der hohen Inflation könnte sich das nun ändern.

Die Situation für Käufer vor der Leitzinsanhebung

Jahrelang waren die Zinsen für Immobilienfinanzierungen auf einem absolut niedrigen Niveau, lag der Leitzins doch bei 0 Prozent. Gleichzeitig sorgten die niedrigen Zinsen dafür, dass Investoren in anderen Anlageformen nur wenig Rendite erwirtschafteten und Immobilien dadurch noch attraktiver wurden. Das Angebot verknappte sich, während die Nachfrage unaufhörlich stieg. Insbesondere Berlin gehört zu den begehrtesten Wohnlagen Deutschlands. Das zeigt auch die Leerstandsquote von 0,8 %. Wohnraum ist in der Bundeshauptstadt Mangelware. Durch die Flucht vieler Städter ins Umland von Brandenburg stiegen auch hier die Nachfrage und Preise für Immobilien.

So haben sich Zinsen und Preise in der Inflation verändert

Schon bevor die Europäische Zentralbank im Juli 2022 den Leitzins auf 0,5 % anhob, stiegen die Preise für Immobilien. Schon lange war die Inflationsrate nicht mehr so hoch, sodass sich die Immobilienpreise zusätzlich angezogen haben. Sowohl bei den Bestandsimmobilien als auch bei Neubauten in Berlin verzeichneten die Preise in 2021 einen Zuwachs von 15 bzw. 9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Durch die Leitzinsanhebung steigen nun aber weniger die Preise für Immobilien, sondern vielmehr die Kosten für Bauzinsen und Finanzierungen. Zwei oder mehr Prozentpunkte machen da einen erheblichen Unterschied. Zeitgleich haben die Banken ihre Anforderungen für Immobilienfinanzierungen verschärft und prüfen Darlehen nun noch gründlicher. Sie wollen verhindern, dass Kredite bei steigenden Zinsen platzen. Zu knapp sollte die Finanzierung daher nicht kalkuliert werden, besonders der geforderte Eigenanteil ist je nach Bank teilweise auf bis zu 30 % angestiegen.

Grafik Secret-Sale

Quelle: DISKURS Das Kundenmagazin der Weberbank (Ausgabe 2/2022)

So könnte sich der Immobilienmarkt in Berlin & Brandenburg entwickeln

Als Makler beobachten wir den Markt sehr genau. Ein deutlicher Preissturz ist auf dem Berliner Immobilienmarkt nicht zu erwarten – dafür ist die Wohnraumsituation viel zu angespannt und die Nachfrage ungebrochen hoch. Die Menschen möchten weiterhin in der Hauptstadt und im umliegenden Speckgürtel Berlins wohnen. Zudem bleibt auch die Immobilie an sich ein hochgeschätztes Investment, das nicht so schnell an Wert verliert. Die Immobilienpreise werden in Berlin voraussichtlich stagnieren. Weiterhin wird auch in absehbarer Zukunft das Wohnraumangebot die Nachfrage nicht bedienen können. Der Markt in der Hauptstadt wird sich daher nicht so deutlich entspannen wie in anderen Städten und Regionen Deutschlands.

Da nun die Zinsen für eine Immobilienfinanzierung teurer werden, sollten Interessenten zeitnah überlegen, ob sie eine Immobilie in Berlin oder Brandenburg erwerben möchten. Schließlich sind weitere Zinssteigerungen nicht ausgeschlossen. Wichtig ist, dass jeder Käufer im Einzelfall kalkuliert: Wie sind die finanziellen Möglichkeiten, gibt es Rücklagen und passen die Kreditkonditionen mindestens für die Zinsbindungsfrist zum Vorhaben? Gerne beraten wir von Victor Investment Sie hierzu ganz individuell.

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